Menschenbild

IBP baut auf dem Menschenbild der Humanistischen Psychologie auf. Alle Konzepte, Techniken und Erklärungsmodelle wurden und werden im Geiste der humanistischen Psychologie integriert.

IBP setzt das Humanistische Menschenbild nach den 5 Prinzipien um, so wie sie James F. T. Bugental 1964 unter dem Titel «Basic Postulates and Orientation of Humanistic Psychology» formuliert hat:

Die 5 Prinzipien:

  • Der Mensch in seiner Eigenschaft als menschliches Wesen ist mehr als die Summe seiner Bestandteile.
    Dieser Satz spricht den Aspekt der Einheit von Körper, Seele und Geist an. Er richtet sich an der Ganzheit des Menschen aus. Er schliesst indessen das Wissen um die einzelnen Organisationsebenen des Menschen nicht aus: körperliche, emotionale, kognitive, spirituelle, Verhaltens- und soziale Ebene des Menschen gilt es ebenso im Einzelnen zu verstehen wie zu integrieren. IBP setzt diese Integration konsequent in die therapeutische Praxis um.
  • Das menschliche Existieren vollzieht sich in menschlichen Zusammenhängen.
    Mit diesem Postulat ist der Mensch als Beziehungswesen angesprochen. IBP arbeitet mit einem Beziehungsmodell: Der Mensch steht in Beziehung zum Selbst, zu anderen und zum Anderen. Mit dem Selbst ist insbesondere die körperliche Dimension gemeint, an die das Leben gebunden ist. Unter den anderen ist der soziale Aspekt zu verstehen. Mit dem Anderen die Umwelt, die Natur, das Universum. Menschliches Sein ist wesentlich durch diese Spannung zwischen Beziehung zu sich selbst (Autonomie) und gleichzeitiger Abhängigkeit von anderen Menschen und der Umwelt gekennzeichnet (Heteronomie). Damit ist auch der systemische Aspekt des Menschseins angesprochen: Der Mensch ist für seine gesunde Entwicklung auf Beziehungen zu anderen angewiesen.
  • Der Mensch lebt bewusst.
  • Der Mensch ist in der Lage, zu wählen und zu entscheiden.
    Die menschliche Fähigkeit zu Bewusstsein und Bewusstheit macht zu einem grossen Teil die Einzigartigkeit des Menschen aus. Aus dieser Fähigkeit leiten sich weitere, sehr psychotherapie­relevante Aspekte des Menschseins ab:
    Reflexions- und Introspektionsfähigkeit, Wahl- und Entscheidungsfähigkeit, Verantwortungsfähigkeit und Lernfähigkeit.
  • Der Mensch ist zielgerichtet
    Der Mensch trägt Bedürfnisse und den Drang zur Bedürfnisbefriedigung in sich: Physiologische Bedürfnisse wie Schlaf und Nahrung; Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse sowie Wachstumsbedürfnisse. Der Mensch hat, wenn er in seiner Entwicklung nicht wesentlich gestört wird, ein Bedürfnis nach ganzheitlichem Wachstum und trägt die Fähigkeit zur Selbstorganisation in sich. Der Wachstumsimpuls veranlasst den Menschen, sich lebenslang zu entwickeln, hin zu mehr körperlicher, emotionaler, kognitiver, spiritueller und sozialer Intelligenz. Der Selbst(re)organisationsimpuls bringt die ausserordentliche Fähigkeit hervor, erlittene Verletzungen zu verarbeiten, optimalerweise auszuheilen und daran als Persönlichkeit zu wachsen und stärker zu werden (Resilienz).

 

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