«Mut zur Wut»
Fortbildung in zwei Teilen für PsychotherapeutInnen und BeraterInnen, die sich konstruktiv mit dem Thema Wut und Aggression im therapeutischen oder beraterischen Setting auseinander setzen wollen.
Wut gehört für viele Menschen zu den «schwierigen» Gefühlen. Wut und Aggression sind mit Ängsten behaftet, werden häufig unterdrückt oder zeigen sich destruktiv in Form von unkontrollierten Wutausbrüchen oder Gewalt. Gleichzeitig mobilisiert unsere Wut die Energie, mit der wir uns für unseren Raum, unsere Bedürfnisse und im Extremfall für unser Überleben einsetzen können.
In der therapeutischen und beraterischen Arbeit kann konstruktiv erlebte und umgesetzte Wut entscheidende Schritte auf dem Weg zu mehr Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen ermöglichen. Hier sind wir als Therapierende und Beratende gefordert, Wut als Gefühl adäquat zu spiegeln und den häufig früh unterbundenen Ausdruck von Wut angemessen zu unterstützen.
Im kleinen Teilnehmerkreis (max. 16 TeilnehmerInnen) werden Sie von zwei Spezialisten in Psychotherapie, Beratung und Selbstverteidigung durch das Thema geführt.
«Mut zur Wut I»
In diesem ersten Teil liegt der Schwerpunkt auf dem körperlichen Zugang zur Wut in Therapie und Beratung. Das Seminar ermöglicht ein tieferes Verständnis für dieses Thema und vermittelt verschiedene Herangehensweisen und Übungen für die Arbeit mit Klienten und Klientinnen. Es bietet die Gelegenheit, auf spielerische Art und Weise die Freude an einem konstruktiven Aggressionsausdruck zu erleben und vermittelt Mut, sich der eigenen Wut zu stellen.
«Mut zur Wut II»
In diesem zweiten Teil liegt der Schwerpunkt auf Strategien zur Wutkontrolle, zum konstruktiven verbalen Wutausdruck sowie supervisorischen Anliegen. Dabei stehen die Körperwahrnehmung und kognitive und körperliche Emotionsregulation im Vordergrund. Neben kurzen theoretischen Inputs und praxisnahen Übungen, besteht Raum für Austausch und supervisorische Fragen zum Thema, die praxisnah in Rollenspielen angegangen werden.
Die Seminare können einzeln gebucht werden, die Teilnahme an beiden Seminaren wird jedoch sehr empfohlen. Für die Teilnahme an «Mut zur Wut II» wird die Teilnahme an «Mut zur Wut I» vorausgesetzt.