Körperpsychotherapie mit Kindern

Fortbildung für die therapeutisch/beraterische Tätigkeit mit Kindern

Kinder zeigen uns ihre Entwicklungsprobleme und Traumatisierungen symbolisch verschlüsselt durch Spiel und Bewegung. Diese Ausdruckssprache zu verstehen bedeutet, sich als BegleiterIn auf die kindlichen Inszenierungen einzulassen und diese über den Körper im jeweiligen Kontext zu entschlüsseln. Diese Fortbildung richtet sich an PsychotherapeutInnen und BeraterInnen sowie Fachleute mit körpertherapeutischem Hintergrund, welche bereits mit Kindern arbeiten oder dies in ihre Arbeit integrieren möchten. 

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Inhalte und Lernziel


Inhalte

  • Körperpsychotherapeutische und achtsamkeitsbasierte Arbeitsweisen mit Kindern
  • Symbolische Zugänge zu kindlichen Lebensthemen über Spiel und Bewegung
  • Bedeutung und Formen des Spiegelns im kindlichen Spiel
  • Bedeutung prä- und perinataler Aspekte im Rahmen kindlicher Entwicklung
  • Verstehender und spielerischer Umgang mit Übertragungsdynamiken 
  • Körperpsychotherapeutische Arbeit mit Berührung

Lernziele

  • Den spezifischen Umgang mit Kindern über symbolische Zugänge im kindlichen Spiel erlernen. 
  • Körperpsychotherapeutische, achtsamkeitsbasierte, am Spiel orientierte Begleitung erlernen und praktisch anwenden.

 

Nutzen für TeilnehmerInnen 

Erweiterung des eigenen Handlungs- und Reflexionsrepertoires im therapeutischen/ beraterischen Kontext mit Kindern

Aufbau und Ablauf

In jedem Modul stehen körper- und achtsamkeitsbasierte Selbsterfahrung und Selbstreflexion im Mittelpunkt. Theorie wird dialogisch und prozessorientiert vermittelt. Beispiele aus der Praxis der Teilnehmenden – auch als Videobeitrag - sind erwünscht.

Modul 1: Körper, Resonanz und Dialog in biografischen Inszenierungen
Wir beginnen mit Spiel und Bewegung, dem Einfühlen in kindliche Energien und grundlegenden Resonanzübungen, bezogen auf den eigenen Körper mit sich selbst und anderen.
Am Beispiel eigener biografischer Inszenierungen wird die Methode des dialogischen Arbeitens vermittelt. Wir nähern uns dabei klassischen symbolischen Spielformen an wie Haus- und Höhlenbau, Unfall- und Kampfspielen u. a. und lernen auf diesem Wege sinnverstehend handelnde und forschende Zugänge zum Kind kennen. In der Arbeit mit Kindern sind Körperkontakt und achtsame Berührungen häufig unumgänglich. Körperpsychotherapeutisch orientierte Berührung und sinnstiftendes Halten mit Kindern werden vermittelt und erprobt.

Modul 2.: Die Lebendigkeit des Inneren Kindes und die Dynamiken des begleiteten Spiels
Das Erleben von eigenen kindlichen Lebensthemen in symbolischen und körperlichen Inszenierungen ist hilfreich, um den lebendigen und verschlüsselten Ausdruck von Kindern zu verstehen. Dabei werden wir uns auch mit prä- und perinataler Symbolik in Spiel und Bewegung beschäftigen. Auf diese „akkurat empathisch“ antworten zu können, ist für eine effektive Therapie in der frühen Kindheit von Bedeutung. Auch hier ist „ein Geschmack“ der eigenen Erfahrung dieser Lebensphase wichtig, um Kinder in ihren prä- und perinatalen Inszenierungen im Kontext szenischen Verstehens Halt und Containing geben zu können. Die verschiedenen Formen des emotionalen und szenischen Spiegelns sind dabei ebenfalls hilfreich und werden vorgestellt und geübt.

Modul 3: Prozessorientierte Begleitung kindlicher Lebensthemen
Im letzten Modul stehen die Reflexion der Arbeit der TeilnehmerInnen in Bezug auf die eigene Biografie, die (Video-) Supervision eigener Fälle sowie die vertiefende theoretische Reflexion im Mittelpunkt. Die Anwendung des Gelernten wird im Kontext unterschiedlicher Arbeitsfelder diskutiert und institutionelle sowie beziehungsfokussierte Übertragungsdynamiken unter die Lupe genommen. Abschliessend werden systemische und familientherapeutische Bezüge thematisiert. Dies geschieht unter dem Aspekt der Beratung von Institutionen und Eltern.

Leitung

Amara Eckert, Prof. Dr., Hochschule Darmstadt
Körperpsychotherapie, Psychomotorik, Sinnverstehende Entwicklungstherapie mit Kindern (Weiterbildung angeboten unter anderem am IBP Institut 2008-2010); Supervisorin

 

Gerd Fichtner, Hochschullehrer i.R.
Sonderpädagoge, Körperpsychotherapie, Psychomotorik, Sinnverstehende Entwicklungstherapie mit Kindern (am IBP Institut)

 

Assistenz
Mirja Rusterholz, Psychotherapeutische Psychologin MSc. Körperpsychotherapeutin IBP, aktuell arbeitstätig im KJPD Frauenfeld, Bereich frühe Kindheit, ursprünglich Psychomotoriktherapeutin

Zulassungsbedingungen

  • AbsolventInnen und Studierende eines Psychotherapie-Lehrgangs
  • Psychotherapeutinnen für Kinder und Jugendliche
  • Psychiater für Kinder und Jugendliche 
  • AbsolventInnen des IBP Coaching-/Beratungs-Lehrgangs 
  • Fachleute mit therapeutischem Hintergrund
    (z.B. PsychomotorikerInnen, ErgotherapeutInnen, HeilpädagogInnen, etc.)

Berufserfahrung, Grunderfahrung in der Arbeit mit Kindern

Abschluss

Die TeilnehmerInnen erhalten am Ende der Fortbildung ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme.

Leitung Amara Eckert, Prof. Dr., Hochschule Darmstadt,
Gerd Fichtner, Hochschullehrer i.R.
Assistenz Mirja Rusterholz, Psychotherapeutische Psychologin MSc.
Daten 03. – 05.05.19 (Fr-So)
05. – 07.07.19 (Fr-So)
13. – 15.09.19 (Fr-So)
Kurszeiten Jeweils Freitag 12.00 – 18.00 Uhr, Samstag 9.00 – 18.00 Uhr, Sonntag 9.00 – 16.00 Uhr
Kosten CHF 2'700.00 (IBP Fachmitglieder CHF 2'520.00)
zgl. Kosten für Literatur, ggf. Übernachtung und Verpflegung
Ort IBP Seminarraum, Mühlestrasse 10, 8400 Winterthur
Anzahl TeilnehmerInnen min 14, max 20
Zulassungsbedingungen Fachleute mit therapeutischem Hintergrund (siehe Zulassungsbedingungen)
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